Foodpairing: Grill & Chill

Grillgut und Bier: Das passt zusammen!

Kein Zweifel: In der Kurpfalz weiß man die heißesten Tage des Jahres zu genießen. In der Sommer-, Ferien- und Biergartensaison hat die Region für Besucher ebenso wie für Daheimgebliebene viel zu bieten. Doch all der Schönheiten zum Trotz, haben viele von uns einen Lieblingsplatz, der in nur wenigen Schritten zu erreichen ist: den heimischen Grill!

In früheren Zeiten war das Grillen hierzulande ein eher schlichtes Vergnügen: Steaks und Würstchen auf den (meist viel zu heißen) Grillrost, mit einem Schlag Kartoffelsalat auf den Teller – und fertig ist die Laube. Schmeckt lecker. Kann man machen. 

Aber die Zeiten ändern sich: Mit der „Low & Slow“-Zubereitungsweise aus dem US-amerikanischen Süden hat seit einigen Jahren die gehobene Grillkultur auch bei uns Einzug gehalten. Als Höhepunkt der „heiligen Dreieinigkeit“ echter Barbecuekunst gilt das Pulled Pork, dessen Zubereitung vor allem eins erfordert: viel, viel Zeit. Bis zu 18 Stunden verbringt das Grillgut, meist ein gutes Stück Schweinefleisch aus Nacken oder Schulter, bei niedriger Temperatur im geschlossenen Holzkohlegrill. Zuvor sorgfältig bearbeitet und massiert mit einer speziellen Gewürzmischung, dem Rub, durchläuft das Fleisch in den langen Stunden im ca. 120° C warmen Grill eine wunderbare Verwandlung. Das lange Garen bei niedriger Temperatur macht das aromatische Fleisch so butterzart, dass es anschließend zerzupft (vom englisch „to pull”: ziehen, zupfen) werden kann. 

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Ein anderer Grilltrend für 2021 sind Tacos. Dafür werden Steaks, Fisch, Gemüse gegrillt und klein geschnitten. Die Stückchen kommen zusammen mit Zwiebel, Koriander und Soßen in leicht angewärmte Taco Shells – fertig! Das ist nicht nur supereinfach, sondern auch superlecker. 

Zudem sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt. Auch vegane Spezialitäten erfreuen sich in der Kurpfalz zunehmender Beliebtheit: Ein besonderer Veggierenner ist derzeit der Karotten-Hotdog. Hierfür muss man am Vortag Karotten schälen, leicht salzen und in einen Gefrierbeutel füllen und tiefkühlen. Am nächsten Morgen heißt es dann wieder auftauen lassen, was dazu führt, dass die Karotten weich wie Gummi werden, weil das Wasser die Zwischenräume der Zellen verlässt. Anschließend kommen die Möhren wie Würste auf den Grill und schließlich zusammen mit Coleslaw, Senf und Röstzwiebeln zwischen zwei leicht gegrillte Brötchenhälften. 

Doch egal, ob klassisches Grillgut oder experimenteller Genuss: Ein kühles Eichbaum rundet jedes Grillerlebnis ab. Wichtig ist jedoch auch hier, dass das jeweilige Grillgut und dessen Zubereitungsart mit der Biersorte harmoniert. Die gewollte Komposition mit der persönlichen Kreativität bei Zubereitungsart, Wahl der Beilage und Auswahl des Biers verschafft unglaublich viele Möglichkeiten – erlaubt ist natürlich grundsätzlich alles, was schmeckt, und dennoch ist es nicht verkehrt, die nachfolgende Liste als Orientierungshilfe zu nehmen.

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