„Die Hefe ist halt auch nur ein Mensch“

...so lautet ein geflügeltes Wort in der Privatbrauerei Eichbaum, geprägt von einem langjährigen Braumeister. Was er damit unter anderem unterstreichen wollte: Hefen verlieren mit zunehmendem Alter an Kraft, gerade auch im Hinblick auf ihr Aromaprofil. 

Anders als in vielen anderen Brauereien, in denen die Mehrfachverwendung der einzelligen Pilze durchaus üblich ist, werden die obergärigen Hefen bei Eichbaum deshalb im betriebseigenen Labor jede Woche ganz frisch herangezogen und jeweils nur ein einziges Mal eingesetzt. Denn nur die jungen Hefen verfügen über genügend Temperament, um neben der Entstehung von Alkohol und Kohlensäure während der Hauptgärung auch die Entwicklung der wichtigsten Aromakomponenten optimal zu fördern.

Die Hefeweizen von Eichbaum bestechen bekanntlich durch ihr unverwechselbares Nelkenaroma, begünstigt durch möglichst konstante Gärtemperaturen zwischen 20 und 22 Grad Celsius. Neben der jungen obergärigen Hefe begünstigt auch die Auswahl der anderen Rohstoffe wie Weizen- und Gerstenmalz die Aromaentwicklung. Und die Arbeit im Sudhaus kann ebenfalls einiges zum nelkigen Geschmack beitragen. So achten unsere Braumeister beispielsweise bei welchen Temperaturen und bei welchem pH-Wert die dafür verantwortlichen Enzyme ihr Wirkoptimum erreichen. Dies ist in den geheimen Rezepturen ganz präzise festgelegt. Denn bei Eichbaum wird seit 1679 absolut nichts dem Zufall überlassen, wenn es um die Qualität und den Geschmack regionaler Bierspezialitäten geht – das gilt selbstverständlich auch für das zart schmeichelnde Nelkenaroma unserer Hefeweizen.


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DLG Test

Insgesamt drei Monate dauert der härteste Biertest der Welt, der neben verschiedenen Laboruntersuchungen und mikrobiologischen Analysen vor allem auch umfassende sensorische Prüfungen beinhaltet. Dabei werden genau die Eigenschaften bewertet, nach denen auch der Verbraucher ein Bier beurteilt: vom Geruch und der Frische über die Reinheit und die Beständigkeit des Geschmacks bis zur Vollmundigkeit und der Qualität der Bittere. Entsprechend groß ist unsere Freude, wenn die beliebtesten Klassiker -wie schon in den Vorjahren- mit der begehrten Goldmedaille ausgezeichnet wurden.

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