4 neue Goldmedaillen für Eichbaum Biere

DLG-GOLD 2015 FÜR UREICH, PILSENER, EXPORT UND HEFEWEIZEN

Die DLG (Deutsche-Lebensmittel-Gesellschaft) e.V. in Frankfurt/M, eine der wichtigsten Organisationen, wenn es um die Bewertung von Lebensmitteln geht, hat unlängst wieder vier Spitzenprodukte aus dem Hause Eichbaum prämiert. "DLG-prämiert" bedeutet, dass ein Lebensmittel von besonders hoher Qualität ist und nach Rohstoffauswahl, wie optimaler Verarbeitung und Zubereitung den hohen Qualitätsanforderungen der DLG entspricht. Eichbaum Ureich, Eichbaum Pilsener, Eichbaum Export und Eichbaum Hefeweizen wurden geprüft und wiederum viermal mit den höchsten Auszeichnungen, den Goldmedaillen prämiert.

Stolz ist man auch auf die DLG-Goldmedaillen, mit denen die Eichbaum- Klassiker UREICH Premium Pils, Pilsener, Export und HefeWeizen alle Jahre wieder ausgezeichnet werden. Es ist schließlich nicht irgendein Test, der von der Deutschen Landwirtschafts- Gesellschaft durchgeführt wird – es ist der härteste Biertest der Welt. Ganze drei Monate lang nehmen die Kontrolleure alles unter die Lupe, was die Qualität eines Biers bestimmt. Neben Laboruntersuchungen und mikrobiologischen Analysen stehen vor allem auch umfassende sensorische Prüfungen auf der Agenda. Bewertet werden dabei genau die Eigenschaften, nach denen auch der Verbraucher ein Bier beurteilt: vom Geruch und von der Frische über die Reinheit und die Bittere bis zur Beständigkeit des Geschmacks.

Insgesamt 800 Produkte schicken die deutschen Brauereien pro Jahr auf Medaillenjagd, maximal die Hälfte davon ist auf Goldkurs unterwegs. Etwa jedes fünfte Produkt wird sogar ganz disqualifiziert, weil es ein wichtiges K.-o.-Kriterium nicht erfüllt. Ganz anders die Bilanz von Eichbaum: „Wir nehmen seit sieben Jahren mit unseren vier Klassikern teil“, resümiert Martin Ahollinger, Leiter F&E bei Eichbaum. „Bisher wären also 32 Goldmedaillen möglich gewesen, 30 haben wir gewonnen. Ich denke, das kann sich sehen lassen.“ Nicht nur sehen, Herr Ahollinger, sondern vor allem auch schmecken.

Kurz nach dem erneuten Medaillensegen für die Eichbaum-Spezialitäten UREICH, Pilsener, Export und Hefeweizen gewährte Thomas Burkhardt, seit zehn Jahren Projektleiter für Qualitätsprüfungen von Getränken bei der DLG, der Redaktion einen Blick hinter die Kulissen des härtesten Biertests der Welt. Keine Sorge: Das Gespräch war nicht durchgehend bierernst.

Herr Burkhardt, der dLg-test gilt als die höchste Messlatte für die Qualität eines Bieres. Warum eigentlich?

Das hat eine ganze Reihe von Gründen. Zum Beispiel testen wir von jedem Produkt zwei Flaschen, die unter realistischen Bedingungen gelagert werden – die eine sechs, die andere zwei Wochen vor der Prüfung, beide nicht gekühlt, sondern bei Temperaturen, wie sie in einem normalen privaten Keller herrschen. Einzigartig ist aber vor allem auch der Umfang unserer Prüfungen: Zum einen testen zehn unabhängige Sachverständige alles, was sich sensorisch beurteilen lässt, und zusätzlich werden noch zahlreiche analytische Untersuchungen angestellt.

Was geschieht eigentlich mit den Resten des Produkts, die nach dem Test in der Flasche bleiben?

Welche Reste? Im Gegensatz zur Weinprüfung wird bei Bier kein Tropfen ausgespuckt, ganz einfach, weil etwa unsere Rezeptoren für die Bittere ganz hinten auf der Zunge liegen. Bei zehn Testern wird da schon eine ansehnliche Menge benötigt, auch wenn sie natürlich aus kleinen Verkostungsgläsern trinken. Dann brauchen wir noch etwas für die Analysen – und als Rückstellprobe für den Fall, dass es Reklamationen gibt. Am Ende bleibt da kaum etwas übrig.


Aus Sicht des Normalverbrauchers haben Sie einen echten Traumberuf. Wie wird man eigentlich Biertester?

Da machen sich Außenstehende natürlich vielfach idealisierte Vorstellungen. In Wahrheit sind Biertests – obwohl es um Alkohol geht – eine ziemlich nüchterne Angelegenheit für echte Profis aus dem Lebensmittelbereich. Um sich bei uns als Tester zu qualifizieren, muss man zunächst ein sogenanntes Sensorik-Zertifikat erwerben, man muss also nachgewiesen haben, dass man über die entsprechenden Fähigkeiten verfügt. Danach nimmt man erst noch einmal außer Konkurrenz an einer Prüfung teil, um festzustellen, ob die Bewertungen des Neulings und der erfahrenen Teilnehmer einigermaßen zusammenpassen.


Falls sich der eine oder andere Eichbaumgenießer für eine solche Karriere interessiert: Welche vorgehensweise würden Sie
ihm empfehlen?

Da die bierernste Antwort zu lange dauern würde, möchte ich mich mit einem Augenzwinkern kurz fassen: Er soll Braumeister bei Eichbaum werden, dort eine Zeit lang so erfolgreich gutes Bier brauen wie seine Kollegen – und dann kann er sich gern telefonisch bei uns in Frankfurt bewerben.

Herr Burkhardt, wir danken ihnen für das Gespräch